Kochen

Kochen mit Gas – nützliche Infos zum Verbrauch, zur Umwelt und zu gesetzlichen Vorschriften

Kochen mit Gas

In immer mehr Wohnungen ist wieder ein Gasanschluss vorhanden.Und das ist gut so!
Das Kochen mit Gas ist umweltfreundlicher als der Betrieb mit elektrischen Geräten und zudem auch noch sehr viel günstiger.

Köche schätzen die gute Regulierbarkeit, und die Energiekosten sind im Vergleich zum Kochen mit Strom sehr viel geringer. Der Topfboden darf sogar uneben sein, wichtig ist eher das Material aus dem der Topf besteht. Gut geeignet sind Töpfe aus Aluminium. Sie sollten aber groß genug sein. Bei drei Zentimeter Abstand von der Flammenspitze bis zum äußeren Topfbodenrand wird die Flammenwärme gut genutzt. Dieser Tipp allein spart ca. 80 Euro pro Jahr!

Die genannte Einsparung errechnet sich folgendermaßen:
Ein durchschnittlicher Vierpersonen-Haushalt verbraucht jährlich 4300 Kilowattstunden Strom. 10 Prozent davon benötigt man, wenn man täglich einfache warme Gerichte kocht und an Wochenenden etwas aufwändigere Gerichte inklusive Backofennutzung. Statt den Strompreis von 28 Cent werden für Gas nur etwa 10 Cent für die gleiche Wärmeausbeute fällig. Das macht 77 Euro pro Jahr. (= 4300 kWh pro Jahr x 0,10 x (0,28 – 0,10) Euro pro kWh).
Wer aufs Kochen mit Gas umsteigt, kann gegenüber dem Elektroherd bis zu 90% Energie einsparen (bezogen auf die im Kraftwerk eingesetzte Primärenergie Kohle). Das Kochen geht schneller, lässt sich sofort wirkend regeln, und es gibt keine langen Aufheizzeiten und keine verlorene Nachwärme mehr. Das früher giftige Stadtgas gibt es schon lange nicht mehr. Und wer keinen Gasanschluss in der Wohnung hat: Auch jeder Mieter darf sich einen Gasherd aufstellen. Ein Hauseigentümer darf das allerdings mittels Hausordnung untersagen. Grundsätzlich es es zugelassen! Ob mit Gasanschluss oder auch mit einer Gasflache! Flüssiggas in Flaschen ist ebenfalls eine gleichwertig günstige Variante. Die niedrigen Betriebskosten überzeugen schnell. Aber aufgepasst: Nur der richtige Topf und die richtige Flamme bringen auch den Spareffekt!

Edelstahltöpfe erhöhen den Verbrauch.

Waermeleitindex

Die meisten Edelstahltöpfe sind, auch wenn die Reklame etwas anderes behauptete, nur für Elektroherde gut, für Gasherde aber ungeeignet, denn sie nehmen die Wärmestrahlung der Gasflamme nur sehr schlecht an. Naja, irgendwann mal wird jeder Topf auf der Gasflamme heiß, aber das kann den Gasverbrauch gegenüber dem geeigneten Topf leicht verdreifachen. Für Gasherde besonders günstig sind gerade die Töpfe, die man nicht teuer kaufen muss, sondern gern mal gut erhalten für einen Euro auf dem Flohmarkt bekommt, nämlich: Omas alte Alutöpfe (die für die Speisen besser sind, als heute so behauptet wird) und außen schwarze (oder wenigstens dunkle) Emailtöpfe. Wer sich echte Kupfertöpfe leisten kann, die können schon mal 300 Euro pro Stück kosten, hat die effektievste Art des Kochens zur Hand. besser geht’s physikalisch nicht mehr.
Eine kleine Grafik macht es deutlich, hier sehen Sie die Verhältnisse zur Wärmeleitfähigkeit der Materialien:



Große Flamme – große Verluste

Ganz wichtig für die Flammengröße: Größer = schneller stimmt meistens nicht, sondern treibt nur den Gasverbrauch in die Höhe. Großer Brenner = großer kalter Kreis unter dem Topf, denn die Flammen sind nur am Rand aktiv und sorgen für heiße Henkel. Immer den kleinstmöglichen Brenner wählen! Für schnelles Aufkochen nicht einfach auf „Groß“ drehen, sondern nachschauen und richtig einstellen. Die Flammenspitzen sollen cirka 3 cm vor dem Topfrand enden. Denn die Hitze der Flammen reicht noch viel weiter nach außen als die sichtbare Flamme. Reichen die Flammen bis zum Topfrand, geht das Aufkochen höchstens um 20% schneller, aber der Gasverbrauch verdoppelt sich. Die verschwendete Hitze sorgt bestenfalls noch für verbrannte Finger an den heißen Topfhenkeln. Die richtige Einstellung ist also je nach Topfgröße verschieden. Merkt man sich die richtige Einstellung, lässt sich der Gasverbrauch leicht halbieren. Wer nerdy genug ist füllt 1 Liter Wasser in einen Topf, stoppt die Zeit bis zum Koche und liest den Gaszähler ab.

Es gibt natürlich auch gesetzlich Bestimmungen auf die zu achten ist!

  • Es dürfen maximal 2 Gasflaschen (je 11kg) in einer Wohnung gelagert werden. (Der Vermieter kann ein Verbot aussprechen)
  • Die Flaschen dürfen nicht im gleichen Raum gelagert werden.
  • Die Flaschen dürfen nicht im Keller gelagert werden!
  • Der Anschluss muss durch Fachpersonal erfolgen.

Der Verbrauch ist von der Leistung des Kochfeldes/Backofen, den Töpfen und den Kochgewohnheiten des Benutzers abhängig.
Die Aussagen unserer Kunden zur Haltbarkeit einer 11kg Gasflasche schwanken zwischen 2 Monaten bis zu einem Jahr!
Bei täglichem Gebrauch im 4 Personen Haushalt und einem Gaskochfeld mit ordentlich Power reicht eine Flasche für ca. 3-4 Monate.

Der Betrieb einer Dunstauhaube mit Abluftfunktion ist ab einer Kochstellenleistung > 11 kW nötig.
Dies wird generell durch die FeuVO geregelt. Dieser Link verzweigt zur FeuVO NRW, es gibt aber für jedes Bundesland eine eigene Ausführung!
Wenn Sie keine Lust haben das ganze Bla-Bla zu lesen helfen wir Ihnen gern mit einer kurzen Beschreibung:

Für Gas-Haushalts-Kochgeräte mit einer Nennbelastung bis 11 kW genügt es, wenn der Betriebsreum einen Rauminhalt von mehr als 15 m3 aufweist und mindestens eine Tür ins Freie oder ein Fenster hat, das geöffnet werden kann.

Für Gas-Haushalts-Kochgeräte mit einer Nennbelastung größer 11 kW (z. B. Gasherde mit mehr als 4 Kochstellen oder Gasherd und zusätzlich aufgestellter Wok-Brenner), jedoch nicht mehr als 18 kW,  genügt es, wenn der Aufstellraum einen Rauminhalt von mehr als 20 m3 /kW aufweist und mindestens eine Tür ins Freie oder ein Fenster hat, welches geöffnet werden kann sowie eine Abluft-Dunstabzugshaube  oder eine kontrollierte Wohnungslüftungseinrichtung (kein Umluftbetrieb) betrieben wird, die über ein Mindest-Fördervolumen von 15 m3/h je kW Gesamtnennbelastung verfügt. Entsprechende Zuluftöff- nungen müssen vorhanden sein. In der Bedienungsanleitung der Gasherde bzw. Gasbrenner muss darauf hingewiesen werden, dass während des Betreibens dieser Gasgeräte / dieses Gasgerätes die Haube betrieben werden muss.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen helfen und freuen uns auf Ihren Anruf. Natürlich auch wenn Sie einen schönen Gasherd oder ein schönes Gaskochfeld benötigen.

Unser Tip für Freunde großer Herde trotz KFW Haus:
SMEG 120 cm Standherd unter 11 kW Gasbrenner-Leistung



Ihr lax-online Team

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar